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Wir machen Sommerpause

Wir machen Sommerpause bis zum 11. September.

Notfall an der Charlottenhöhle

Zu einem medizinischen Notfall am Eingang der Charlottenhöhle in Hürben rückten insgesamt 10 Einsatzkräfte der Bergwachten Herbrechtingen/Heidenheim am Samstagnachmittag aus. Ein älterer Mann fühlte sich am Höhleneingang nicht wohl und brach kurz darauf zusammen. Medizinisches Fachpersonal einer Besuchergruppe leitete erste Notfallmaßnahmen ein. Die Einsatzkräfte der Bergwachten, jeweils mit Ärzten und HVO Helfer unterstützten Rettungsdienst und Notarzt bei der medizinischen Versorgung der länger andauernden Reanimationsmaßnahme und Betreuung der Angehörigen. Leider verstarb der Patient. Der Leichnam wurde mit der Gebirgstrage über den steilen Zugangsweg zur Straße transportiert.

 

 

 

Einsatzort: Giengen/Hürben
Charlottenhöhle
Einsatzart: Internistischer Notfall, Totenbergung
Bergwacht-Ortsebene: HDH/Herbr.
Anzahl Bergwacht-Einsatzkräfte: 10
Einsatzdauer in Stunden: 2
Während der Arbeitszeit: nein
Beteiligte Organisationen: HVO, Notarzt, Rettungsdienst

Chamonix: Läufe der internationalen Trailrunning Szene am Mont Blanc

Vom 24. bis 30. August war das Mont Blanc Massiv der Mittelpunkt der internationalen Trailrunning Szene. Dort startete Sandro Nicoletti für die Bergwacht Herbrechtingen. Insgesamt waren bei acht verschiedenen Rennen, das längste führte über 300 Km und 25000 Höhenmetern, des HOKA UTMB Mont Blanc rund 10.000 Läufer am Start. Sandro meldete sich für eines der anspruchvollsten Rennen der Woche, den TDS ( Sur les Traces des Ducs de Savoie) über die Distanz von 150 km und rund 9500 Höhenmetern. Technisch extrem schwer, mental und permanent körperlich fordernd gilt der TDS in der Szene als härteste Strecke der Veranstaltung. Vom italienischen Courmayeur führt der Lauf nach Chamonix in Frankreich und verbindet das Aostatal mit den Regionen Savoie und Haute-Savoie. Die Maximalzeit wurde vom Veranstalter auf 44:55 Std. festgelegt. Nach Vorgaben seiner Trainerin bereitete sich Sandro nach seinem letzten 122 km Lauf Ende Juni in Cortina d`Ampezzo planmäßig mit gezielter Ernährung und gesteigerten Läufen auf diesen Event vor. Montagnacht um 23:50 Uhr fiel der Startschuß für 1290 Trailrunner im italienischen Courmayeur mit Ziel Chamonix. Auf der Strecke gab es 26 Stationen, davon 10 Verpflegungspunkte, außerdem waren die Teilnehmer digital vernetzt und am PC oder Handy in Echtzeit zu verfolgen. Auf den ersten 16,5 km waren im Licht der Stirnlampe ca. 1300 Hm zu überwinden. Das sich die Wetterverhältnisse hier in der Höhe schnell in Kälte, Regen und sogar Schnee ändern können, merkten auch die Trailrunner bei einsetzendem Regen in der Nacht. Für solche Fälle ist die Mitnahme entsprechender minimaler Standardausrüstung für die Strecke Pflicht. Ab dem fünften Kontrollpunkt am Col Chavannes (ca. 2600m) am Dienstagnacht nach 20,6 Km, bei dem Sandro in der Rangliste auf Platz 382 lag, konnte er tagsüber fortlaufend Plätze gut machen. Am Mittwochmorgen um 01.43 Uhr schaffte er es ab dem Col de Tricot, bei Kilometer 130,2 und überwundenen 8641 Höhenmetern, erstmals auf einen Rang unter die ersten Hundert. Vor ihm waren noch 700 Hm, die meisten im Abstieg, bis ins Ziel zu bewältigen. Er fühle sich gut, antwortete er bei einer telefonischen Nachfrage seines Vaters Andreas, der ihn zum Event begleitete. Am frühen Mittwochmorgen um 05:04 Uhr hatte Sandro die letzten 20 km geschafft und Chamonix nach 29:14:40 Std. auf einem sensationellen 41ten Platz von gestarteten 194 Teilnehmern in seiner Altersklasse erreicht. Im Gesamtklassement belegte er Platz 93. Beachtenswert, da es 45% der Läuferinnen und Läufer nicht über die ganze Distanz schafften. Andreas erwartete ihn im Ziel und war natürlich der erste Gratulant. Auch viele Bergwachtler gratuliertem ihm, zwar nicht so früh am Morgen sondern etwas später, dafür aber recht herzlich zu seiner ausgezeichneten Leistung.

Bilder: A. Nicoletti (Start-Ziel) / Sportograf (Strecke)

Suchaktion in Nattheim

Bei einer seit Sonntagabend laufenden Suchaktion nach einer Person mittleren Alters in Nattheim alarmierte die Einsatzleitung am Montag gegen 16 Uhr auch die Bergwachten. Sie beteiligten sich mit 11 Einsatzkräften und mehreren Fahrzeugen. Suchhunde verschiedener Rettungshundestaffeln waren schon länger, doch ohne Erfolg, im Einsatz. Die Suche wurde gegen 21:15 Uhr eingestellt.

Bild: BW Herbrechtingen

Einsatzort: Nattheim
Einsatzart: Suchaktion
Bergwacht-Ortsebene: HDH/Herbr.
Anzahl Bergwacht-Einsatzkräfte: 11
Einsatzdauer in Stunden: 6
Während der Arbeitszeit: nein
Beteiligte Organisationen: Polizei, Rettungshundestaffeln

Einsatz für die Jugendgruppe

Am 23. August öffnete der Sportclub Albuch e.V. (WSCA), erstmals dieses Jahr, seine Hütte auf dem Kirchberg in Söhnstetten. Neben verschiedenen kulinarischen und sportlichen Angeboten für Besucher war auch die Bergwachtjugend aus Herbrechtingen mit einem Stand vor Ort. Einsatzfahrzeuge und Rettungsgeräte konnten hier besichtigt werden. Außerdem stellten die sechs Jugendlichen bei Schauübungen der Bevölkerung die Rettung von Verletzten im unwegsamen Gelände vor. Jugendleiterin Lina Zimmermann kommentierte das Geschehen am Hang und klärte über Ablauf und eingesetzte Rettungsmittel auf. Außerdem war „Gertrud“ natürlich auch dabei. Ein sogenanntes Side-by-Side UTV (Utility Task Vehicle), hochgeländegängig und zum liegenden Abtransport von Verletzten ausgestattet. Der Tag mit Ausstellung und Vorführungen vor Publikum machte allen Jugendlichen viel Spaß und zum Schluß konnte die Jugendleiterin noch eine Spende des WSCA entgegen nehmen.

Bilder: BW Herbr.

Schmetterlingsart "Berghexe" in Not

Die Schmetterlingsart „Berghexe“ ist eine in ihrem Bestand bedrohte Art. Sie kommt in Baden-Württemberg nur noch am Ipf und am Radberg in Herbrechtingen und den Steinernen Jungfrauen (Eselsburger Tal) vor. Beim diesjährigen Monitoring wurden nur noch sehr wenige Weibchen gefunden. Um die Eiablage zu erleichtern benötigen diese viel Nektar. Unter der Koordination unseres Naturschutzreferenten Johannes Fetzer stellten Mitglieder der Bergwacht auf der Heidefläche des Tales Wasserbehälter mit Sträußen von lila blühenden Kratzdisteln auf. Das Regierungspräsidium beteiligte sich ebenfalls mit Vorarbeiten zum Gelingen der Maßnahme.

Bilder: BW Herbr.

Projekttage des Buigen Gymnasiums: Thema Bergwacht

Auf Initiative von Robert Steiner, Lehrer am Buigen Gymnasium und selbst Kletterer und Bergwachtmitglied, fanden vor den Sommerferien Projekttage statt, bei denen sich alles um die Bergwacht drehte. An der dreitägigen Aktion waren außerdem aktive Mitglieder und Jugendleiter Ulrich Schmid beteiligt. Am Freitag stellten Bergwachtmitglieder den Schülern, die sich aus der sechsten bis zehnten Klasse zusammensetzten, die Rettungsorganisation vor. Danach war Eigeninitiative beim Aufbau der Gebirgstrage und Schienung von Extremitäten gefragt. Praxisnah waren auch Vermisste in kleinen Gruppen mit Funkgeräten zu suchen. Das Abseilen am Baum mit einem sogenannten Abseilachter, einer Seilbremse, wurde ebenfalls am ersten Tag geübt.

Am Montag stand Klettern an der „Mittleren Wand“ und Abseilen am „Wilden Hund“ im Eselsburger Tal auf dem Programm. Hier waren kurze Routen bis zum fünften Schwierigkeitsgrad zu bewältigen und die korrekte Beherrschung der Sicherungstechnik zu erlernen. Das Abseilen vom ca. 18m hohen „Wilden Hund“ bildete sozusagen den Höhepunkt des Tages.

Am Dienstag erfuhren die Schüler noch einiges über Erste-Hilfe Maßnahmen und setzten das Erlernte danach in praktischen Anwendungen um. Den Abschluß des Projektes Bergwacht bildete ab 17 Uhr beim Schulfest der Workshop „Knotenkunde“. Hier gaben die Schüler der Projektgruppe ihr Knowhow im Umgang mit Seil und Reepschnur an interessierte Mitschüler weiter.

Bilder: BW Herbr.

Mit dem Bike nach Wüstenrot

Die schon traditionelle Motorradausfahrt führte dieses Jahr in den Heilbronner Landkreis nach Wüstenrot, genauer gesagt nach Vorderbüchelberg. Gestartet ist die 10-köpfige Gruppe nahe dem Mittelrain in Heidenheim. Die Route bis zur Mittagspause im Gasthof "Goldener Ritter" war zwar nur 130 km lang, aber der Weg war das Ziel. So führte die Tour vormittags auf oft kleinen Sträßchen über Essingen, Adelmannsfelden, Gaildorf, Fichtenberg und Großerlach, dorthin. Nach der kulinarischen Pause waren gleich viele Kurven angesagt welche konzentriert unter die Räder genommen wurden. Die Temperaturen stiegen Nachmittags bis auf 28 Grad, doch bei aufkommenden Wind behielten alle auf der kurvenreichen Strecke durch den Schwäbischen Wald einen kühlen Kopf. Nach einer kurzen Pause wurde das Nach-mittagsziel Heubach und der Gasthof "Jägerhaus" an der Steige Richtung Bartholomä angesteuert. Hier verbrachte die Gruppe bei einem kühlen Getränk, Eistee und Kuchen den Abschluß einer gemütlichen Motorradtour durchs Ländle.

Bilder: BW Herbr.

Mit Klettern und Grillen in die Sommerpause

Zum letzten Gruppenabend vor der Sommerpause trafen sich Aktive und Jugendliche an der Bindsteinhütte. Bei sonniger Abendstimmung waren die Kletterer am Fels unterwegs, andere kümmerten sich um das Grillfeuer. Später gesellten sich auch Mitglieder des DAV dazu und man verbrachte zusammen noch einen entspannten Abend in gemütlicher Runde.

Teilnehmerrekord steigert auch Einsätze der Bergwacht

Der Eselsburger Tal-Lauf forderte dieses Jahr nicht nur den Veranstalter, mit über 1100 Anmeldungen ein neuer Rekord, sondern auch die sanitätsdienstliche Betreuung durch 16 Einsatzkräfte und medizinisches Personal der Bergwacht. Mit zwei Fahrzeugen und mehrere Fahrradstreifen erfolgte die Absicherung der Strecke durch das Eselsburger Tal. Während des Laufes verbuchte unser Einsatzleiter acht Erste-Hilfe Maßnahmen, von Kreislaufproblemen bis zu Verletzungen durch Sturz, einmal mußte der Rettungswagen angefordert werden. Insgesamt aber ein neuer Höchststand an Versorgungen durch die Bergwacht. Hier bewährte sich wieder einmal das UTV „Gertrud“ als schneller, geländegängiger Zubringer für die Einsatzkräfte zu hilfsbedürftigen Personen auf der Strecke.

Bilder: BW Herbr.

Ultra Trail World Series in Cortina d`Ampezzo: Sandro Nicoletti unter den Top 100

Zu einem Lauf der Ultra Trail Mont-Blanc World Series war Sandro Nicoletti in Cortina d`Ampezzo, um die 122 km Strecke mit 5963 Höhenmetern in Angriff zu nehmen. Das internationale Teilnehmerfeld setzte sich aus 1491 Läuferinnen und Läufern zusammen. Darunter so bekannte Namen wie der Deutsche, internationale Top 10 Trailrunner, Hannes Namberger. Um 23 Uhr Freitagnacht begaben sich die Trailspezialisten im Zentrum von Cortina auf die Strecke. Es herrschten immer noch Temperaturen um die 25 Grad und vor Sandro lag der erste Anstieg mit 19 Km und 950 Höhenmetern. Danach folgten der Passo Tre Croci Richtung Misurinasee zum Rifugio Auronzo. Im Laufe der Nacht, aber vor allem des Samstages, konnte Sandro immer wieder Plätze gutmachen. War er an den Drei Zinnen nach 50 km noch auf Platz 119, lief er gegen Ende des Trails immer weiter in die vorderen Ränge. Gegen 13:49 Uhr am Samstag erreichte er den Passo Giau. Von hier ab waren nur noch einige kleinere Anstiege zu bewältigen, danach führte der Weg über 17 km bergab Richtung Cortina. Auf dieser Strecke machte er nochmals Tempo und vier weitere Plätze gut. Nach insgesamt 17:05:55 Std, 121,7 km, 5963 Höhenmetern und nur 00:10:15 min Ruhezeit kam Sandro unter die Top 100 auf Platz 82 ins Ziel. Ein sensationelles Ergebnis für den 24-jährigen, der für die Bergwacht Herbrechtingen startete. Gezieltes Training und Ernährung in der Vorbereitungsphase haben ihre Wirkung gezeigt und ihn mit einer Top Platzierung abschließen lassen. Herzlichen Glückwunsch zum super Ergebnis, Sandro!

Bilder: Sportograf (Strecke) /  A. Nicoletti (Start-Ziel)

Bergwacht dabei: La Sportiva Lavaredo Ultra Trail in Cortina d`Ampezzo

Im Rahmen der Ultra Trail Mont-Blanc World Series starteten Simone und Andreas Nicoletti auf der 10 km Strecke mit 400 Höhenmeter in Cortina d`Ampezzo für unsere Bergwacht Herbrechtingen. Die Teilnahme war ein "Geschenk" ihres Sohnes Sandro, der schon mehrere Ultra Trails erfolgreich beendete. Er startete zwei Tage später auf der 122 km Strecke und 5963 Höhenmetern.

Im Zentrum Cortinas versammelten sich am Mittwoch um 19 Uhr rund 471 Läuferinnen und Läufer aus zahlreichen Nationen zum Start des 10 Km Laufes. Der Streckenverlauf führte durch die Innenstadt, über Forstwege, Singletrails mit insgesamt 400 Höhenmetern wieder zurück auf die Start-Ziel Gerade im Zentrum. Dort feuerten viele Fans die Teilnehmer lautstark auf den letzten Metern an.

Andreas hatte keine Probleme bei seiner ersten Teilnahme eines 10 km Laufes, konnte auf der Strecke einige Positionen gutmachen und kam mit einem Endspurt unter dem Jubel der Zuschauer nach 1:21:03 Std. ins Ziel. Simone, die schon zwei Halbmarathons finishte, war gemütlicher unterwegs und schaffte es in 01:55:37 Std. über die Distanz in ihrer angestrebten Zeit. Erwähnenswert, mit 00:39:39 Std. war ein italienischer Läufer der schnellste und ein Unterschenkelamputierter beendete ebenfalls unter großem Beifall den Lauf.

Nach dem Motto „Dabei sein ist alles“ trainierten beide auf diesen Tag hin, das Ergebnis war dann fast Nebensache und die Kulisse der Zuschauer und der traumhaften Landschaft taten ihr übriges.

Bild: Bergwacht Herbrechtingen

Aktionstag zum Katastrophenschutz am Bibris Schulzentrum

An der Bibrisschule fand ein Aktionstag "Katastrophenschutz" mit verschiedenen Rettungsorganisationen, wie der Feuerwehr, DLRG, Johanniter, DRK und Bergwacht, statt. Nach der Begrüßung und Vorstellung bei den Schülern waren fünf Stationen bei 30 Grad im Freien für die Schüler bereit. In jeweils ca. 25 Minuten Abstand stellten die einzelnen Organisationen ihre Aufgaben und Material vor. Gegen 11:30 Uhr, in praller Sonne, war auch für die Bergwacht Ende der Vorstellung. Insgesamt waren die Schüler positiv beeindruckt und hatten einen kompakten Einblick in die Arbeit der verschiedensten Einsatzkräfte und Organisationen.

Bild: BW Herbr.

SWR 1 mit dem Mikrofon im Gelände

SWR 1 Baden-Württemberg blickte eine Woche lang hinter die Kulissen von Rettungskräften. So wurde auch die ehrenamtliche Tätigkeit der Bergwachten im Landkreis bei einer Such -und Rettungsübung mit 16 Einsatzkräften von Maja Nötzel (SWR Studio Ulm) mit dem Mikrofon im Gelände begleitet. Der daraus folgende ca. zweiminütige Mitschnitt wird am Mittwoch, den 17. Juni auf SWR 1, zwischen 12 - 16 Uhr gesendet. Auf der Webseite des Senders folgt auch ein Bericht.

Bilder: Bergwacht Herbr.

Rettungseinsatz im Eselsburger Tal

Ein Kletterer hat sich bei einem Sturz nahe den Steinernen Jungfrauen (Mittlere Wand) im Eselsburger Tal am Samstagnachmittag verletzt. Rettungskräfte der Bergwacht unterstützten ihn beim Abstieg aus dem unwegsamen Gelände und übergaben ihn dem Rettungsdienst.

Bild: Bergwacht Heidenheim

Einsatzort: Eselsburger Tal
Einsatzart: Kletterunfall
Bergwacht-Ortsebene: HDH/Herbr.
Anzahl Bergwacht-Einsatzkräfte: 10
Einsatzdauer in Stunden: 1
Während der Arbeitszeit: nein
Beteiligte Organisationen: DRK Rettungsdienst

Biker stürzt: Medizinischer Notfall bei Anhausen

Ein Gruppe Mountainbiker war Abends auf dem Zoeppritzweg oberhalb des Tales vom Bindstein her kommend unterwegs. Durch einen medizinischen Notfall stürzte ein 75-jähriger der Gruppe kurz vor Anhausen im Wald. Da keine Vitalfunktionen mehr festzustellen waren mußte der Mann von alarmierten Helfern vor Ort, Notarzt und Rettungsdienst reanimiert werden. Die angeforderten Bergwachten unterstützten die Maßnahmen. Leider verstarb der Patient an der Unfallstelle. Die Bergwachtkräfte transportierten den Verstorbenen in der Gebirgstrage über den abschüßigen Waldweg zu einer nahegelegenen Wiese.

Bild: Bergwacht Herbrechtingen

Einsatzort: Anhausen/Zoeppritzweg
Einsatzart: Mountainbike/med. Notfall
Bergwacht-Ortsebene: HDH/Herbr.
Anzahl Bergwacht-Einsatzkräfte: 13
Einsatzdauer in Stunden: 1
Während der Arbeitszeit: nein

Sperrung der Feuerstelle umsonst

Die Feuerstellen im Landkreis wurden wegen der andauernden Trockenheit mit Waldbrandgefahr am Freitag gesperrt, so auch die Feuerstelle am Bindstein. Der Bauhof brachte ein Schild und rot-weiße Bänder über dem Grillrost an. Das spielte anscheinend für einige Zeitgenossen keine Rolle, die Absperrung wurde entfernt und Feuer gemacht. So geschehen am Freitag und wahrscheinlich auch am Samstag. Das Hüttendienstpersonal fand am Sonntag einen Müllbeutel an der Klinke der Hüttentür hängend, mit Abfall und einer Packung Würstchen, vor. Der Bauhof ist mittlerweile informiert um eine weitere Absperrung vorzunehmen.

Bilder: Bergwacht Herbr.

Auf Eiszeitspuren in den Mai

Zur Maiwanderung fanden sich 18 Mitglieder der Bergwacht am Wanderparkplatz zwischen Bissingen und Stetten im Lonetal ein. Von dort führte der Weg morgens, bei noch frischen Temperaturen und teils kühlem Wind, auf den Spuren der Eiszeit zur Hohlensteinhöhle und danach Richtung Lindenau. Zwischendurch versuchten einige, sich bei den am Wegesrand installierten "Turngeräten" sportlich zu betätigen. Über Feldwege ging es Richtung Oberstotzingen bis zum Tagesziel, dem Sportheim in Niederstotzingen, zum wohlverdienten Mittagessen. Übrigens sehr zu empfehlen. Danach führten Annette und Jürgen die Gruppe über Stetten, am Vogelherd vorbei, zurück zum Ausgangspunkt der ca. 16 Km langen Runde. Eine gemütliche Kaffepause im Höhlenhaus in Hürben bildete den Abschluß der Wanderung.

Bilder: Evi Fetzer / BW Herbr.

Holzstapel brannte

Nach Beendigung ihrer Vesperpause bemerkten Mitarbeiter einer an der Rettungsstation beschäftigten Gartenbaufirma, das an einem Holzstoß neben der Einfahrt Rauch austritt. Sie verständigten daraufhin die Feuerwehr. Diese konnte das brennende Holz schnell ablöschen bevor es weitere Vegetation in Brand setzte. Die Ursache des Feuers ist unklar.

Bilder: Feuerwehr Herbr. / Bergwacht Herbr.

Gardena: Da wo die Gartenschere wohnt

Die Betriebsbesichtigung bei Gardena im Werk Niederstotzingen, welche von unserem Mitglied und ehemaligen Mitarbeiter der Firma, Jürgen Fetzer organisiert wurde, gab uns einen Einblick in die Fertigungstiefe des Gartengeräteherstellers. Weitere Werke haben ihren Sitz in der Tschechei und sogar in Australien, der Hauptsitz aber befindet sich in Ulm. Am Standort Niederstotzingen werden vor allem Metallkomponenten, wie verschiedenste Scherenmesser, aus Edelstahlplatten und Kohlenstoffstahl gelasert, geschliffen und lackiert. Diese Arbeitsgänge sind alle automatisiert. Der anfallende Schleifstaub zum Beispiel wird recycelt. Nach dem Schleifvorgang wird dem abgeschliffenen Material das Kühlmittel entzogen, die feinsten Rückstände des Metalls in Form gepresst, in Behältern gesammelt und danach zur Wiederverwertung geführt. Auch die Härtung der Metallkomponenten erfolgt in einem besonderen Verfahren, da durch die Erhitzung eine Veränderung des Stahlgefüges stattfindet aber die dabei entstehenden, sogenannten Anlaßfarben, nicht gewünscht sind. Die abschließende Montage von verschiedensten Gartengeräten erfolgt zum Teil automatisiert aber auch händisch. Im Werkseigenen Shop sorgte man danach noch für ein Umsatzplus. Den krönenden Abschluß, im warsten Sinne des Wortes, fand der Nachmittag im Königshof in Herbrechtingen.

Bilder: BW Herbrechtingen