Sanierungsmaßnahmen und Ausbildung prägten ein aussergewöhnliches Jahr

Die dringenden Sanierungsmaßnahmen in und um die Rettungsstation auf der Hohen Wart bestimmten ab dem Frühjahr 2025 das Jahr und waren von vielen Stunden Eigenleistung geprägt, so Tobias Bosch bei seiner zweiten Hauptversammlung als Bergwachtleiter. Bis Februar 26 stand der Ausbildungsraum nicht zur Verfügung und man behalf sich mit anderen Räumlichkeiten oder übte im Gelände. Viel Zeit investiert wurde auch in die Fortbildung von vier Mitgliedern zur Bergrettungsprüfung Winter bzw. Sommer. Nach erfolgreichem Abschluß verstärken sie die Einsatz-gruppe, die sich nun aus zwei Frauen und 18 Männern zusammensetzt. Hier ist vor allem den verantwortlichen technischen Leitern Sven Wiesner und Andreas Nicoletti für ihre sehr gute Vorbereitung der Prüflinge zu danken. Fachliche Verstärkung auf Erster-Hilfe Ebene und Notfallmedizin erhalten neue Anwärter und das Einsatzteam durch die integrierte Notärztin und eine Rettungssanitäterin, einen Notfallsanitäter und Erste-Hilfe Ausbilder.

Insgesamt 363 Stunden in Theorie und Praxis wendeten die technischen Leiter Sommer für Weiterbildungsmaßnahmen der Rettungsgruppe auf. An Nachwuchs mangelt es nicht. Vier Mitglieder bestanden nach zeitintensiver Vorbereitung die Grundlagenprüfung zur Einsatzkraft auf Landesebene. Zu Bergrettungsprüfung Sommer absolvierte Jugendleiter Ulrich Schmid im Frühjahr auch den Winterteil. So können er und seine Stellvertreterin die achtköpfige Jugendgruppe noch gezielter an die Ausbildungsbereiche heranführen.

Gemeinsam mit der Heidenheimer Bergwacht bewältigte man in 2025 acht Einsätze im unwegsamen Gelände. Unter anderem zwei Abtransporte verletzter Personen in der Gebirgstrage auf der Motocrossstrecke in Gerstetten, eine Vermisstensuche in Zusammenarbeit mit anderen Rettungsorganisationen und eine Totenbergung am Schloßberg. Hier bewährte sich mehrmals das neue Einsatzfahrzeug der Heidenheimer Bergwacht, welches jetzt auch, wie das kleinere Herbrechtinger UTV „Gertrud“, liegende Abtransporte im Gelände ermöglicht.

Eine groß angelegte Übung mit Personenrettung, unter der Organisation des Heimat und Höhlenvereins Giengen-Hürben und der DRK Gruppe Hürben, fand in der Charlottenhöhle unter nicht alltäglichen Umständen statt. Kommunikation und Abtransport gestalteten sich, in den zum Teil engen Höhlengängen, schwierig. Weitere Veranstaltungen, wie den Eselsburger Tal oder Schnaitheimer Frühlingslauf und den Härtsfeld Bike Marathon, betreute man sanitätsdienstlich neben Personal auch mit Allradfahrzeugen um schwierige Streckenabschnitte im Notfall schnell zu erreichen. In der Wintersaison 25/26 zeigten die Bergwachtmitglieder an acht Öffnungstagen am Albuch Skilift bei Übungen und Sanitätsdiensten Präsenz. Die Kameradschaft kam bei Ausfahrten ins Gebirge, Sommer wie Winter, oder bei Wanderungen und Unternehmungen in der näheren Umgebung nicht zu kurz. Die Anstrengungen der intensiven Arbeitsdienste in der Rettungsstation, mit viel personellem und zeitlichem Aufwand, waren bei gemeinsamen Treffen, die unter dem Motto „Zusammen schaffen wir alles“ stattfanden, wieder schnell vergessen.

Zum ausgeglichenen Finanzbericht des vergangenen Jahres trug die Bindsteinhütte während 26 Öffnungstagen bei, weitere Einnahmen generierten sich unter anderem aus Landschaftspflegemaßnahmen in Steinbrüchen bei Niederstotzingen und der Güssenburg. In Kooperation mit dem DAV sammelten Aktive und Jugendliche am Word Cleanup Day Müll im Eselsburger Tal. Der Hotspot der Müllproblematik im Tal ist aber immer wieder die Bindsteinhütte mit der nahegelegenen Grillstelle.

DRK Ehrenpräsident Dr. Bernhard Konyen erwähnte in seinem Grußwort unter anderem, das die Bergwachten, mit ihren speziell ausgebildeten Einsatzkräften und Fahrzeugen, im Rettungsdienst des Landkreises mittlerweile vollumfänglich integriert sind. DRK Kreisgeschäftsführer Mathias Brodbeck führte danach die Entlastung der Vorstandschaft durch, die einstimmig erfolgte.

Abschließend ehrten Bergwachtleiter T. Bosch und sein Stellvertreter mit Vergnügen viele langjährige Mitglieder.

Fördermitglieder: Horst Thumm, Renate Huber, Stephan Nicoletti, Magdalena Leubner, Thomas Bergmann, Michael Balle-Kalmbach (25 Jahre), Gerhard Krämer (30 Jahre), Carola Jarmer, Heike Vogelsang, Klara Willi (40 Jahre), Ilona u. Johann Flickinger, Uwe Fetzer (50 Jahre).

Aktive Mitglieder: Sarah Geringer (10 Jahre)

Alle Bilder (BW Herbrechtingen): Jubilare: v. links n. rechts:

Bergwachtleiter T. Bosch, Michael Balle-Kalmbach, Renate Huber, Magdalena Leubner, Johann Flickinger, Klara Willi, Heike Vogelsang, Stephan Nicoletti, stellv. BL R. Fritsche, Uwe Fetzer

 

Bild: (v. li. nach re.) Grundlagen/Winter/Sommer: BL T. Bosch, Ulrich Schmid (W) Daniel Fritzen, Heike Schmidt, Volker Kloos (Gdl), Florian Schöffler (S), Robert Steiner (Gdl), es fehlt Thomas Aumüller (S)

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